Lock-In-Zertifikate:

Die ersten Lock-In-Zertifikate wurden von Goldmann Sachs auf den Euro Stoxx 50 emittiert und stellen eine Variation der klassischen Index-Zertifikate dar. „Lock in“ kommt aus dem Englischen und kann frei mit Gewinnsicherung übersetzt werden. Dem Anleger wird eine Mindestauszahlung garantiert, falls der Index zu irgendeinem Zeitpunkt der Laufzeit den Lock-In-Level überschritten hat.

Zum Zeitpunkt der Emission legt der Emittent den aktuellen Kurs des Index als Startwert fest. Auf diesen Wert beziehen sich dann die vier Lock-In-Level, die 125, 150, 175 und 200 Prozent oberhalb liegen. Das Zertifikat hat eine Laufzeit von sechs Jahren, maßgeblich für die Auszahlung zum Ende der Laufzeit ist der höchste erreichte Lock-In-Level. Wichtig: Egal, wo der Index dann tatsächlich zum Fälligkeitstermin notiert.

Ausnahmen: Sollte der Index mehr als 200 Prozent gestiegen sein, partizipiert der Anleger in vollem Maß von der Kurssteigerung, erreicht der Index kein Lock-In-Level, so erfolgt die Rückzahlung zum Kurs des Basiswertes.

Beispiel:

Kurs des Euro Stoxx 50 zur Emission: 3000 Punkte

Lock-In-Level 1: 125 Prozent, 3750 Punkte

Lock-In-Level 2: 150 Prozent, 4500 Punkte

Lock-In-Level 3: 125 Prozent, 5250 Punkte

Lock-In-Level 4: 200 Prozent, 6000 Punkte

Hinweise:

Erst nachdem das erste Lock-In erreicht wurde, verfügt das Zertifikat über eine Kurssicherung in Form einer garantierten Mindestrückzahlung. Bis zu diesem Zeitpunkt unterliegt ein Investment denselben Risiken wie ein normales Index-Zertifikat.

Sicherheitsbewusste Anleger warten daher mit dem Kauf des Zertifikates solange, bis das erste Lock-In erreicht wurde. Grundsätzlich ist der Kauf in der Nähe eines Lock-In-Level unter Sicherheitsgedanken zu bevorzugen.

Weitere Zertifikate:
DoubleChance-Zertifikate
Double Up-Protect-Zertifikate
Fixed-Income-Zertifikate
PEPP Zertifikate
Quanto Zertifikate
Touch-Down-Zertifikate
Vectis-Zertifikate
X-pert-Zertifikate

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